Zum Welttierschutztag 04.10.2017


Taube

Man könnte am Welttierschutztag viele Seiten füllen, um all die Missstände aufzuzählen, unter denen Tiere leiden. Ein besonders schlimmes Schicksal trifft dabei die Tauben. Tauben gelten als Überträger von Krankheiten und werden als Schädlinge bezeichnet. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte bereits 1989, dass eine Ansteckung unwahrscheinlich ist und die Gefahr, sich bei Hunden oder Katzen mit Krankheiten anzustecken, wesentlich größer ist. Auch die Art der Keime ist auf Menschen nicht übertragbar. Desweiteren haben Tauben einen vom Menschen angezüchteten Brutzwang. Unter Futtermangel brüten sie zum Erhalt ihrer Art nicht weniger als gesättigte Tiere, deshalb dämmen Fütterungsverbote nicht die Fortpflanzung ein. Die Population ist nicht wie bei Wildvögeln vom Nahrungsangebot abhängig. Eine Stadttaube ist in ihrem Leben täglich von Hunger geplagt, jeden Tag laufen sie auf der Suche nach Futter durch die Städte. Sie hungern immer und leben vom Zivilisationsmüll. Der sogenannte Hunger-Durchfall und Siechtum sind die Folge. Stadttauben sind generell stark untergewichtig und mangelernährt und erreichen im Schnitt nur ein Zehntel ihrer eigentlichen Lebenserwartung. Sie sind deshalb in unseren Städten, da sie eigentlich von Felsentauben abstammen und unsere Häuser in der Stadt Felsen ähneln. Stadttauben sind vom Menschen eingebrachte Haustiere und besitzen deshalb keinen natürlichen Lebensraum. Sie sind verwilderte Zuchttauben und somit deren Nachkommen. Als ehemalige Haustiere sind sie, genau wie Hunde und Katzen, auf die Versorgung durch den Menschen angewiesen. 

Tierschutzverein Schwetzingen und Umgebung e.V.
(Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Stadttaubenprojekts Bremen)