Schwetzingen

Die Schlossgartentiere in Schwetzingen


Die im Schlossgarten lebenden Tiere sind ausnahmslos Wildtiere. Wir kümmern uns um kranke bzw. verletzte Tiere und lassen sie tierärztlich versorgen. Wegen des nicht vorhandenen Tierheims haben wir allerdings häufig Probleme, kranke Tiere während der Genesungsdauer unterzubringen. Vogelparks oder Kleintierzuchtvereine mit den benötigten Volieren helfen uns dabei.

Ansprechpartner:
Karin Franz
Tel.: 01 57 /  51 60 17 15

Das geschah im Jahr 2016...

Es war ein ruhiges Jahr für die Schloßgartentiere. Es gibt nur zu berichten, dass im Frühjahr eine der sechs weißen Gänse von einem Wildtier gerissen wurde. Bei dieser Gelegenheit möchte Karin Franz nochmals betonen, dass ihre Arbeit im Schlossgarten sich nur auf kranke oder verletzte Tiere beschränkt. Sie bittet auch darum, sich an das Fütterungsverbot zu halten, da alles wildlebende Tiere sind, die in diesem Paradies genügend zu fressen finden. Falls es wirklich einmal nichts zu finden gibt, übernimmt die Schloßgartenverwaltung die dann notwendige Fütterung. 

Manchmal bezieht sich die Arbeit von Karin Franz auch auf außerhalb des Schloßgartens lebende Tiere. So wie die kleine Episode mit Rudi dem Fuchs.

Ende April 2014 brachten Karin Franz und Barbara Schwalbe, beide ehrenamtlich tätig im Tierschutzverein Schwetzingen, den sehr zutraulichen und menschbezogenen Fuchs Rudi in sein neues Zuhause nach Trier. Rudi wurde von Spaziergängern in der Schwetzinger Sternallee gefunden und stellte sich als sehr zutrauliches Tier heraus. Mit großer Wahrscheinlichkeit war er bei Menschen aufgewachsen, die sich seiner entledigten, als er größer wurde.  In seinem neuen Zuhause stellte sich dann irgendwann heraus, dass Rudi eine Shirley war. Aber auch Shirley war für ein Wildtier viel zu zutraulich. Sie besuchte die Menschen, die mit ihr auf dem schönen weitläufigen Anwesen wohnten, in deren Häusern, spielte mit den Kindern, ließ sich willig fotografieren und folgte wie ein Hund. Eines Tages freundete sie sich mit einem Artgenossen an und verschwand immer öfter in den angrenzenden Wäldern, manchmal tagelang. Ihr Futter fraß sie nicht mehr sofort, sondern vergrub einen Teil im Wald. Sie wurde immer schöner, bekam ein tolles Fell und sah endlich aus wie ein richtiger Fuchs. Eines Tages bemerkten die Menschen, die sich um sie kümmerten, dass sie immer dicker wurde – Shirley war trächtig. Sie wurde scheuer, zog sich zurück und eines Tages war sie ganz verschwunden. Entgegen der anfänglichen Befürchtungen lebt sie heute wie ein richtiger wilder Fuchs und konnte somit erfolgreich ausgewildert werden.

Ein größeres Dankeschön konnte Rudi/Shirley den Tierschützern nicht machen.

Bilder der Schloßgartentiere und auch von Rudi/Shirley auf der Website des Tierschutzverein Schwetzingen und Umgebung e.V.